Kleine Schraube auf der Landebahn – grosse Wirkung?

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Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass ein Reifenplatzer aufgrund einer auf der Landebahn befindlichen Schraube keinen aussergewöhnlichen Umstand darstellt, der eine Airline von der Verpflichtung zur Zahlung einer Ausgleichsleistung im Falle einer Flugverspätung befreien kann.

Die Airline muss aber Nachweisen, dass diese alle Anstrengungen unternommen hat, um eine Verspätung zu vermeiden. Etwa durch Abschluss eines Servicevertrages mit einem Flughafenbetreiber für eine Express-Reifenwechsel.

Die Entscheidung erweist sich nur auf dem ersten Blick für die Airlines positiv. Wir wissen, dass die wenigsten Airlines eine solchen Vertrag überall haben. Ryanair fliegt sogar seine Reparaturteams durch ganz Europa, um Kosten zu sparen. Es ist auch in der Praxis so, dass es in den wenigsten Fällen zu Reifenplatzern kommmt. In den meisten Fälle befindet sich der Fremdkörper (die Schraube) im Gummi. Wenn der Reifen dann ausgewechselt werden muss, liegt eine normale Wartung vor. Es lohnt sich daher genauer hinzusehen.

Wir werden das sicher in unseren Verfahren machen.